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Evangelisch am Hellweg
Heute ist Dienstag,
15. Mai 2012

5 Anhang

5.1 Aufgaben des Kirchenkreises nach der Kirchenordnung Art. 85

  1. Der Kirchenkreis nimmt den Auftrag der Kirche in seinem Bereich wahr. Er erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der kirchlichen Ordnung in eigener Verantwortung.
  2. Der Kirchenkreis unterstützt die Kirchengemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, fördert ihre Zusammenarbeit und sorgt für einen Ausgleich der Kräfte und Lasten.
  3. Der Kirchenkreis erfüllt die Aufgaben, die in seinem Bereich überörtliche Bedeutung haben oder die ihm durch die kirchliche Ordnung übertragen sind. Er nimmt Aufgaben im Auftrag der Evangelischen Kirche von Westfalen wahr. Er wirkt bei der Aufsicht über die Kirchengemeinden mit.
  4. Der Kirchenkreis fördert die Verbundenheit der Kirchengemeinden mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und wirkt an der Leitung der Landeskirche mit.
  5. Der Kirchenkreis arbeitet mit benachbarten Kirchenkreisen sowie kirchlichen Werken, Anstalten und Einrichtungen zusammen.
  6. Der Kirchenkreis pflegt die ökumenische Gemeinschaft der Kirchen.
  7. Der Kirchenkreis bemüht sich im Rahmen seines Auftrages um Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen, mit staatlichen und kommunalen Stellen sowie mit Vereinen, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen in seinem Bereich.

5.2 Demographische Prognosen

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

Quelle: www.wegweiser-kommune.de (Bertelsmannstiftung), Abruf am 1.4.2011

5.2.1 Prognose der Bevölkerungszahlen

 

Soest

Lippst.

Werl

Geseke

Welver

Bad S.

Kreis

2010

48371

66927

32251

21042

12634

11813

306.703

2015

48157

66541

32278

21321

12410

11950

304.309

2020

47891

66046

32228

21483

12174

12056

301.514

2025

47498

65326

32055

21549

11957

12131

298.161

2010-

2025

-1,80%

-2,39%

-0,61%

+2,41%

-5,36%

+2,69%

-2,79%

5.2.2 Relative Bevölkerungsentwicklung in Prozent

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

5.2.3 Altersstruktur im Kreis Soest

2010

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

2025

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

 

 

2006

2025

%

0-2-Jährige

8153

7236

-11,25

3-5-Jährige

8878

7636

-13,99

6-9-Jährige

13505

10557

-21,83

10-15-Jährige

21834

16217

-25,73

16-18-Jährige

11926

8406

-29,52

19-24-Jährige

21066

17119

-18,74

25-44-Jährige

84751

68022

-19,74

45-64-Jährige

78469

86024

+9,63

65-79-Jährige

45351

53075

+17,03

Über 80-Jährige

13857

23867

+72,24

5.3 Kirchliche Statistik

5.3.1 Entwicklung evangelischer Kirchenmitgliedschaft

Die Zahl vom 31.12.2010 ist vorläufig und wird voraussichtlich nach oben korrigiert. Den Zahlen ab 2011 liegt eine Prognose des Kreiskirchenamtes zugrunde.

Stand

Mitglieder

Entwicklung

Prognose

31.12.1999

69.896

 

 

31.12.2000

70.069

0,25%

 

31.12.2001

70.388

0,46%

 

31.12.2002

69.912

-0,68%

 

31.12.2003

69.593

-0,46%

 

31.12.2004

69.905

0,45%

 

31.12.2005

69.958

0,08%

 

31.12.2006

69.474

-0,69%

 

31.12.2007

69.243

-0,33%

 

31.12.2008

68.759

-0,70%

 

31.12.2009

68.602

-0,23%

 

31.12.2010

67.992

-0,89%

 

Durchschnitt

2005-2009

 

-0,38%

 

31.12.2015

67.072

 

-2,23%

31.12.2020

65.823

 

-4,05%

31.12.2025

64.598

 

-5,84%

31.12.2030

63.395

 

-7,59%

5.3.2 Amtshandlungen

Die Statistik für 2010 lag noch nicht vor.

 

Taufen-Kinder

Taufen-Erwachs.

Trau-ungen

Bestat-tungen

Konfir-manden

Kirchen-eintritte

Kirchen-austritte

1997

772

120

180

891

706

95

300

1998

730

92

202

872

686

90

257

1999

764

93

209

856

657

87

268

2000

660

84

197

912

707

81

324

2001

657

65

174

884

864

101

285

2002

727

83

139

785

754

65

348

2003

626

61

148

878

797

62

344

2004

675

66

155

866

807

60

247

2005

672

109

165

818

817

94

217

2006

575

100

151

821

776

101

219

2007

596

64

137

794

783

75

215

2008

561

61

134

795

715

74

274

2009

552

80

130

860

708

101

268

5.3.3 Pfarrerinnen und Pfarrer

In folgender Tabelle sind Dienstorte und Finanzierung aller Pfarrerinnen und Pfarrer innerhalb der Pfarrstellenplanung des Kirchenkreises aufsummiert. Durch die Landeskirche werden insbesondere die Pfarrerinnen und Pfarrer im Entsendungsdienst und mit Beschäftigungsauftrag sowie eine Schulpfarrstelle und die MÖWe-Regionalpfarrstelle refinanziert. Außerhalb der Pfarrstellenplanung des Kirchenkreises liegen z. B. die Pfarrstellen in der JVA Werl und bei der Evangelischen Frauenhilfe von Westfalen e.V. (Stand: April 2011). Angegeben ist jeweils der Dienstumfang bezogen auf 100% einer vollen Stelle.

Dienstort/Finanzierung

Gemeinden

Kirchenkreis

Landeskirche

andere

Kirchengemeinden

27,39

 

5,75

 

RU an Berufskollegs

 

 

 

3,90

RU an allg. bild. Schulen

 

 

1,00

2,98

Krankenhausseelsorge

 

 

2,00

 

Superintendent

 

1,00

 

 

Kindergartenarbeit

 

 

1,00

 

Alten(heim)seelsorge, Altenseelsorge

 

 

1,00

 

Schulreferat

 

0,78

 

 

Organisationsbüro, Konzeptentwicklung

 

 

0,62

 

Diakonie und diakon. Einrichtungen

 

0,50

 

0,19

Gehörlosenseelsorge

 

 

0,50

 

Frauenhilfe von Westfalen

 

 

0,50

 

Kurseelsorge

 

 

0,50

 

LWL-Klinik Lippstadt

 

 

 

0,38

Öffentlichkeitsreferat

 

 

0,38

 

MÖWe (Anteil Soest)

 

 

0,25

 

Studierendenseelsorge

 

 

0,25

 

Finanzausschuss

 

 

0,25

 

Summe

27,39

2,28

14,00

3,55

5.4 Gebäudebestand

Eigentum des Kirchenkreises ist lediglich das Kreiskirchenamt. Aufgeführt wird hier der Gebäudebestand der Kirchengemeinden, soweit er im Kreiskirchenamt erfasst ist.

 

Gebäude

Kirchen

39

Kapellen (davon 1 angemietet, einschl. Friedhofskapellen)

5

Gemeindehäuser (z.T. mit Wohnungen)

28

Kindergärten (ohne Kindergartenvereine, z.T. angemietet)

24

Pfarrhäuser

28

Jugendhäuser

5

Schulen

1

Wohnhäuser

27

5.5 Mittelfristige Finanzplanung

(Stand vom 6. 9. 2010)

in €

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Anteil

Anmerkung

Kirchenkreis Soest

6.729.943 €

6.533.972 €

6.601.523 €

6.389.241 €

6.272.595 €

6.166.590 €


 


2,682150%

2,698628%

2,721559%





 

Übergangsregelung

-17.500 €

-15.000 €

0 €

0 €

0 €

0 €


pro Jahr 10 % von 25.000 € weniger

Kirchensteuerplanzahl

6.712.443 €

6.510.000 €

6.600.000 €

6.380.000 €

6.270.000 €

6.160.000 €


 

HH-Planung

 

6.380.000 €

6.473.250 €





 


 







 

Bedarf Pfarrbesoldung

2.002.480 €

2.144.100 €

2.282.655 €

2.339.815 €

2.400.375 €

2.460.835 €


 

Verteilsumme 1 (VS 1)

4.709.963 €

4.235.900 €

4.190.595 €

4.040.185 €

3.869.625 €

3.699.165 €


 


 







 

Zuweisung Diakonie

470.996 €

350.900 €

356.029 €

350.900 €

344.850 €

338.800 €

5,50%

von KiSt-IST (bis 2009 10 % VS 1)

Bedarf Versicherungen

126.858 €

140.000 €

130.000 €

130.000 €

130.000 €

130.000 €


 

Verteilsumme 2

4.112.109 €

3.745.000 €

3.704.566 €

3.559.285 €

3.394.775 €

3.230.365 €


 


 







 

Kirchengemeinden

2.105.811 €

1.917.815 €

1.897.108 €

1.822.710 €

1.738.464 €

1.654.270 €

51,21%

von Verteilsumme 2

Kirchenkreis

1.430.192 €

1.302.511 €

1.288.448 €

1.237.919 €

1.180.703 €

1.123.521 €

34,78%

von Verteilsumme 2

Kindergärten

544.443 €

495.838 €

490.485 €

471.249 €

449.468 €

427.700 €

13,24%

von Verteilsumme 2

Deckungsreserve

31.663 €

28.837 €

28.525 €

27.406 €

26.140 €

24.874 €

0,77%

von Verteilsumme 2

5.6 Zeittafel

um 800

Erste Kirchengemeinden. Vorgängerbau der St.-Petri-Kirche in Soest

1179

Einteilung der Stadt Soest in sechs Hofen, die noch in den heutigen Kirchengemeindegrenzen sichtbar sind.

1185

Gründung Lippstadts und Baubeginn der Großen Marienkirche.

1200

Soest ist die größte Stadt Westfalens (bis 1450)

1444

Soester Fehde (bis 1449)

1523

Lutherische Predigten der Augustineremiten Johannes Westermann und Hermann Koiten in Lippstadt. Beginn der Reformation in Westfalen. 1524 Katechismus Johannes Westermanns.

1531

Der Dominikaner Thomas Borchwede hält die erste lutherische Predigt in Soest. 1532 verfasst Gerd Omeken die Soester Kirchenordnung. 1534 Gründung der Soester Lateinschule (heute Archigymnasium).

1570

Über Jahrzehnte andauernde Frauenverfolgung in Form von Hexenprozessen in Soest, Lippstadt und Umgebung. Pfarrer Anton Praetorius aus Lippstadt setzt sich gegen die Hexenverfolgung ein.

1618

Dreissigjähriger Krieg (bis 1648)

1756

Siebenjähriger Krieg (bis 1763)

1818

Erste Kreissynode Soest, Gründungsdatum des Kirchenkreises Soest.

1819

Tagung der ersten Westfälischen Provinzialsynode in Lippstadt. Entwurf der presbyterial-synodalen Kirchenverfassung. Ab 1835 wird Soest für rund hundert Jahre Tagungsort der Synode.

1834

Erweiterung des Kirchenkreises Soest um die Kirchengemeinde Arnsberg. In den folgenden Jahrzehnten Ausweitung über das spätere Gebiet des Kirchenkreises Arnsberg.

1851

Gründung eines Waisen- und Krankenhauses in Lippstadt (heute Evangelisches Krankenhaus) und eines Rettungshauses für verwahrloste Mädchen in Soest (heute Walpurgishaus). In der Folgezeit Gründung zahlreicher weiterer diakonischer Einrichtungen, die bis heute bestehen, wie dem Kinderheim Westuffeln in Werl 1871 (heute Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln), dem Evangelischen Kindergartenverein Soest 1876, der Kinderheilanstalt in Bad Sassendorf 1877 (heute Kinderfachklinik), der Herberge zur Heimat in Soest 1880 (heute Wohnhaus Briloner Straße).

1852

Gründung einer evangelischen Töchterschule in Lippstadt (heute Evangelisches Gymnasium)

1892

Begründung des Predigerseminars in Soest (bis 1999)

1902

Gründung des „Kirchlichen Bundes des Blauen Kreuzes“ in Soest

1911

Umzug des 1906 gegründeten Provinzialverbandes der Evangelischen Frauenhilfe nach Soest. 1912 Gründung des Bezirksverbands Soest.

1914

Erster Weltkrieg (bis 1918)

1933

Die Kreissynode Soest bekennt sich im August 1933 „mit dankbarer Freude zu der gottgeschenkten Bewegung, welche unser deutsches Volk unter der kraftvollen Führung unseres Reichskanzlers Adolf Hitler ergriffen und es vor dem drohenden Bürgerkrieg und Bolschewismus bewahrt hat.“ Sieg der Deutschen Christen bei den Kirchenwahlen. In der Folgezeit Kirchenspaltung in Deutsche Christen und Bekennende Kirche in den Gemeinden des Kirchenkreises. Der Weslarner Pfarrer Bruno Adler wird Bischof für die Kirchenprovinz Westfalen (bis 1934). In den Folgejahren u.a. Zwangssterilisierungen im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt. Pfarrer Wilhelm Jansen aus Schwefe setzt sich für die letzten Jüdinnen und Juden in Soest ein.

1939

Zweiter Weltkrieg (bis 1945)

1955

Gründung des Synodalvereins für Innere Mission im Kirchenkreis Soest

1959

Begründung des Ökumenearchivs der EKD in Soest (bis 1974)

1964

Erweiterung des Kirchenkreises um den reformierten Gemeindebezirk Cappel

1964

Aufteilung des Kirchenkreises in die Kirchenkreise Soest und Arnsberg

1969

Gründung des Rats christlicher Gemeinden in Soest als erstem in Westfalen

1972

Gründung des Kreiskirchenamtes

1973

Teilung des Synodalvereins für Innere Mission im Kirchenkreis Soest in das Diakonische Werk Soest und Arnsberg

1976

Erweiterung des Kirchenkreises um die reformierte Kirchengemeinde Lipperode

1990

Beginn der Partnerschaft des Stift-Cappel-Berufskollegs mit Krasnojarsk

1991

Beginn der Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Cottbus

1996

Partnerschaftsvertrag mit dem Kirchenkreis Grand Nord in Kamerun

1998

Vereinigung der Kreiskirchenämter Soest und Arnsberg

2001

Schaffung des Gestaltungsraums VI Arnsberg/Soest

2002

Gründung des Kindergartenträgerverbundes des Kirchenkreises

2004

Partnerschaftsvertrag mit der Diözese Visby in Schweden

2006

Gründung der Diakonie Ruhr-Hellweg. 2008 Vereinigung der Diakonischen Werke der Kirchenkreise Arnsberg, Hamm, Soest und Unna.

2007

Umbenennung des Kirchenkreises Soest in Evangelischer Kirchenkreis Soest

2007

Gründung der kreiskirchlichen Jugendkirchen in Lippstadt, Soest und Werl

5.7 Literatur

  • Schikora, Karlfriedrich: Wir wollen bei dem Evangelium leben und sterben. Geschichte des Evangelischen Kirchenkreises Soest. Kirche zwischen Börde und Ruhr. Mit einem ökumenischen Teil von Matthias Haudel, Luther-Verlag, Bielefeld, 2011.
  • Majoros-Danowski, Johannes: Der Evangelische Kirchenkreis Soest stellt sich vor (Flyer), 2008.
  • König, Gisbert: Reader Kirchenkreiskonzeption. Teil I Kirchliche Arbeit, Teil II Kreis Soest, 2007.
  • Kirchenamt der EKD (Hg.): Kir­che – Horizont und Lebensrahmen. Welt­sich­ten, Lebensstile, Kirchenbin­dung. Vierte EKD-Erhebung über Kirchen­mitgliedschaft, 2003.
  • Erklärung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Soest zur Kinderarmut vom 15. 6. 2009.
  • Personalentwicklungskonzept für den Pfarrdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen bis 2030, Bielefeld 2010.

5.8 Linkliste

5.9 Bildnachweis

Fotos: Johannes Majoros-Danowski

5.10 Karte

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Soest umfasst als Personalgemeinde die Reformierten aller Kirchengemeinden, soweit sie keiner anderen Kirchengemeinde angehören.

5.11 Organigramm

[Die Grafik finden Sie in der Download-Fassung]

5.12 Raum für Notizen

Zuletzt bearbeitet am Mo 25 Jul 2011 14:59:08 CEST
von Johannes Majoros-Danowski