Geschichte des Kirchenkreises Soest

um 800

Erste Kirchengemeinden. Vorgängerbau der St.-Petri-Kirche in Soest

1179

Einteilung der Stadt Soest in sechs Hofen, die noch in den heutigen Kirchengemeindegrenzen sichtbar sind.

1185

Gründung Lippstadts und Baubeginn der Großen Marienkirche.

1200

Soest ist die größte Stadt Westfalens (bis 1450)

15. Jh. Die heute "älteste spielbare Orgel der Welt" in Soest-Ostönnen wird gebaut.

1444

Soester Fehde (bis 1449)

1523

Lutherische Predigten der Augustineremiten Johannes Westermann und Hermann Koiten in Lippstadt. Beginn der Reformation in Westfalen. 1524 Katechismus Johannes Westermanns.

1531

Der Dominikaner Thomas Borchwede hält die erste lutherische Predigt in Soest. 1532 verfasst Gerd Omeken die Soester Kirchenordnung. 1534 Gründung der Soester Lateinschule (heute Archigymnasium).
1532 Melodie des "Ehr sei dem Vater" (eg 127) in "Der Erbarn Ereniker Stadt Soest Christlike Ordenunge"

1570

Über Jahrzehnte andauernde Frauenverfolgung in Form von Hexenprozessen in Soest, Lippstadt und Umgebung. Pfarrer Anton Praetorius aus Lippstadt setzt sich gegen die Hexenverfolgung ein.

1618

Dreissigjähriger Krieg (bis 1648)

1683 Das "Neue Soestische Gesangbuch" von Anton Utz
18. Jh. Mit Johann Patroclus Möller aus Soest erreicht der barocke Orgelbau Westfalens seinen Zenit.

1756

Siebenjähriger Krieg (bis 1763)

1818

Erste Kreissynode Soest, Gründungsdatum des Kirchenkreises Soest.

1819

Tagung der ersten Westfälischen Provinzialsynode in Lippstadt. Entwurf der presbyterial-synodalen Kirchenverfassung. Ab 1835 wird Soest für rund hundert Jahre Tagungsort der Synode.

1834

Erweiterung des Kirchenkreises Soest um die Kirchengemeinde Arnsberg. In den folgenden Jahrzehnten Ausweitung über das spätere Gebiet des Kirchenkreises Arnsberg.

1851

Gründung eines Waisen- und Krankenhauses in Lippstadt (heute Evangelisches Krankenhaus) und eines Rettungshauses für verwahrloste Mädchen in Soest (heute Walpurgishaus). In der Folgezeit Gründung zahlreicher weiterer diakonischer Einrichtungen, die bis heute bestehen, wie dem Kinderheim Westuffeln in Werl 1871 (heute Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln), dem Evangelischen Kindergartenverein Soest 1876, der Kinderheilanstalt in Bad Sassendorf 1877 (heute Kinderfachklinik), der Herberge zur Heimat in Soest 1880 (heute Wohnhaus Briloner Straße).

1852

Gründung einer evangelischen Töchterschule in Lippstadt (heute Evangelisches Gymnasium)

1892

Gründung des Predigerseminars in Soest (bis 1999)

1902

Gründung des „Kirchlichen Bundes des Blauen Kreuzes“ in Soest

1905 Evangelisches Lehrerseminar in Soest (bis 1926)

1911

Umzug des 1906 gegründeten Provinzialverbandes der Evangelischen Frauenhilfe nach Soest. 1912 Gründung des Bezirksverbands Soest.

1911 Diasporaseminar bzw. Kirchliches Auslandsseminar in Soest zur Ausbildung für das Pfarramt in den deutschen evangelischen Gemeinden der Kolonien in Rio Grande do Sul in Brasilien (bis 1919)

1914

Erster Weltkrieg (bis 1918)

1933

Die Kreissynode Soest bekennt sich im August 1933 „mit dankbarer Freude zu der gottgeschenkten Bewegung, welche unser deutsches Volk unter der kraftvollen Führung unseres Reichskanzlers Adolf Hitler ergriffen und es vor dem drohenden Bürgerkrieg und Bolschewismus bewahrt hat.“ Sieg der Deutschen Christen bei den Kirchenwahlen. In der Folgezeit Kirchenspaltung in Deutsche Christen und Bekennende Kirche in den Gemeinden des Kirchenkreises. Der Weslarner Pfarrer Bruno Adler wird Bischof für die Kirchenprovinz Westfalen (bis 1934). In den Folgejahren u.a. Zwangssterilisierungen im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt. Pfarrer Wilhelm Jansen aus Schwefe setzt sich für die letzten Jüdinnen und Juden in Soest ein.

1939

Zweiter Weltkrieg (bis 1945)

1955

Gründung des Synodalvereins für Innere Mission im Kirchenkreis Soest

1959

Begründung des Ökumenearchivs der EKD in Soest durch Friedrich Siegmund-Schultze (bis 1974)

1964

Erweiterung des Kirchenkreises um den reformierten Gemeindebezirk Cappel

1964

Aufteilung des Kirchenkreises in die Kirchenkreise Soest und Arnsberg

1969

Gründung des Rats christlicher Gemeinden in Soest als erstem in Westfalen

1972

Gründung des Kreiskirchenamtes

1973

Teilung des Synodalvereins für Innere Mission im Kirchenkreis Soest in das Diakonische Werk Soest und Arnsberg

1976

Erweiterung des Kirchenkreises um die reformierte Kirchengemeinde Lipperode. 1977 wird die Kirchengemeinde Ense selbständig von Werl, 1978 Benninghausen von Lippstadt. 1978 Erweiterung des Kirchenkreises um Bad Waldliesborn (zu Lippstadt), Salzkotten geht an den Kirchenkreis Paderborn.

1990

Beginn der Partnerschaft des Stift-Cappel-Berufskollegs mit Krasnojarsk

1991

Beginn der Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Cottbus

1996

Partnerschaftsvertrag mit dem Kirchenkreis Grand Nord in Kamerun

1998

Vereinigung der Kreiskirchenämter Soest und Arnsberg

2001

Schaffung des Gestaltungsraums VI Arnsberg/Soest

2002

Gründung des Kindergartenträgerverbundes des Kirchenkreises

2004

Partnerschaftsvertrag mit der Diözese Visby in Schweden

2006

Gründung der Diakonie Ruhr-Hellweg. 2008 Vereinigung der Diakonischen Werke der Kirchenkreise Arnsberg, Hamm, Soest und Unna.

2007

Umbenennung des Kirchenkreises Soest in Evangelischer Kirchenkreis Soest

2007

Gründung der kreiskirchlichen Jugendkirchen in Lippstadt, Soest und Werl

Wy wylt by dem evangelio leven und sterven! (Johann Schachtrops letzte Worte vor seiner Hinrichtung in Soest im Mai 1533)

Buchveröffentlichung
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