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Allgemeine Informationen über Kamerun

Kamerun liegt am Golf von Guinea zwischen West- und Zentral­afrika. Es grenzt im Süden an  Äquatorialguinea, Gabun und Kongo, im Osten an die Zentralafrikanische Republik, im Norden an Tschad und Nigeria.  Der Name Kamerun leitet sich vom Kamerunfluss ab, den die Portugiesen im 15. Jahrhundert als Rio dos Cameros, Fluss der Krabben, be­zeich­neten.

Der islamisch beeinflusste Bereich des nördlichen Afrikas stößt innerhalb von Kamerun auf heimische Naturreligionen (Animisten) und im Süden auf das durch Missionare vermittelte Christentum. Das Land an der Westküste Afrikas hat in seiner Geschichte nahezu alle europäischen Kolonialmächte erdulden müssen. Zuerst die Portugiesen, danach ab 1884 die Deutschen. Engländer und Franzosen teilten sich das Land nach dem 1. Weltkrieg friedlich unter sich auf. Erst 1960 bzw. ?61 entließen sie ihre Landesteile in die Unabhängigkeit und Kamerun wurde wiedervereinigt - bis auf einen Teil, der sich dem großen Nachbarn Nigeria anschloss.

Das Landesinnere besteht vorwiegend aus flachen Plateaus, die sich nach Norden zum Adamaoua-Hochland erheben und dann allmählich wieder zur Niederung des Tschadsees im äußersten Norden abfallen. Der Westen ist von vulkanischem Gebirge bestimmt, das in Küstennähe vom aktiven Vulkan und der höchsten Erhebung Westafrikas, dem Kamerunberg, überragt wird. Die südlichen Plateaus sind mit Regenwald bedeckt und senken sich zu breiten Ebenen in der Küstengegend ab.

Das Klima ist tropisch mit niederschlagsreichen Regenperioden und hohen Temperaturen, die in den Höhenlagen gemildert sind. In den südlichen Regenwäldern findet man Edelhölzer wie Ebenholz und Mahagoni sowie eine große Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen Orchideen und Farne, Schimpansen, zahlreiche Vogelarten und in den nördlichen Savannen Elefanten, Löwen und Leoparden.

Kamerun leidet unter Misswirtschaft und Korruption. Armee und Polizei werden gut bezahlt, um einen Staatsstreich zu vermeiden. Obwohl das Land eine Mehrparteiende-mokratie ist, herrscht der Präsident monarchisch und das Volk misstraut dem Staat. Die Infrastruktur ist schlecht und es besteht ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Vor allem im Norden ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung unzureichend, die Zahl der Aids-Infizierten nimmt landesweit rasch zu. Die landwirtschaftlichen Haupterzeugnisse sind Kakao, Kaffee, Bananen, Baumwolle, Holz und Kautschuk. Die Erdölförderung deckt den Eigenbedarf und macht 29% der Gesamtausfuhr aus. Darüber hinaus gibt es beträchtliche Erdgasfunde.

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