Kirche und Geld von A bis Z

Besonderes Kirchgeld

Tritt anstelle der Kirchensteuer, wenn einer der Ehepartner kein Kirchenmitglied ist und dieser den überwiegenden Teil des Familieneinkommens erwirtschaftet. Um etwas anderes handelt es sich beim Freiwilligen Kirchgeld. Siehe www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/ekvw/dokumente/wir_ueber_uns/a_bis_z/besonderes_kirchgeld_2011.pdf

Clearing

Ein Ausgleichsverfahren für die Fälle, in denen ein Kirchensteuerzahler in einer anderen Landeskirche wohnt als in der, in der ihr Arbeitsgeber die Lohnabrechnung vornimmt. Das Clearingverfahren findet auf Ebene der Landeskirchen statt. Siehe www.evangelisch-in-westfalen.de/kirche-gefragt/haeufige-fragen/kirchensteuer/clearing.html

Dankopfer

Das Sammeln eines freiwilligen Geldbeitrags im Gottesdienst, oft in einem Klingelbeutel. Das Dankopfer dient diakonischen Aufgaben in der Gemeinde. Einem anderen Zweck dient die Kollekte. Siehe www.kirchenrecht-westfalen.de/document/5732#s11670004

Denkmalschutz

Historische Gebäude von hohem Kulturgut werden unter Denkmalschutz gestellt. Es handelt sich dabei um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die Kirche für ihre betroffenen Gebäude nicht allein bewältigen kann. Im Evangelischen Kirchenkreis Soest gibt es 41 denkmalgeschützte Gebäude, darunter 21 mittelalterliche Kirchen. Siehe www.stiftung-kiba.de www.kirchen-am-hellweg.de

Erbschaften

Immer wieder möchten Menschen ohne eigene Erben einen Teil ihres Besitzes nach ihrem Tod der Kirche zukommen lassen. Möglich ist es auch, einen bestimmten Ausgabezweck zu benennen. Siehe vererben.kirchenkreis-soest.de

Ethische Geldanlage

Ethische Geldanlage verbietet Rüstungsgeschäfte, Geschäfte mit Gentechnik, Atomenergie oder Kinderarbeit u.a.. Das meiste Geld des Evangelischen Kirchenkreises Soest ist über die KD-Bank für Kirche und Diakonie angelegt, die sich an einem Nachhaltigkeitsfilter orientiert, kleinere Summen bei Oikocredit. Siehe www.kd-bank.de/verantwortung/Nachhaltigkeitsfilter.html

Finanzabteilung

Die Finanz- oder Haushaltsabteilung des Kreiskirchenamts Soest/Arnsberg unter der Leitung von Sandra Weber bearbeitet alle Abrechnungsvorgänge, führt den Haushalt und stellt Finanzpläne auf. Sie ist für den Evangelischen Kirchenkreis Soest und seine Einrichtungen, die Kirchengemeinden, Kitas und einzelne weitere Einrichtungen zuständig. Siehe www.kka-online.de

Finanzausgleich

Innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt es einen Finanzausgleich als Ausdruck der Solidarität zwischen finanzstärkeren und finanzschwächeren Landeskirchen. Der Finanzausgleich findet auf Ebene der Landeskirchen, der jeweiligen Landeskirche und der Kirchenkreise statt. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/finanzausgleich.html

Finanzausschuss

Der Finanzausschuss berät die Kreissynode und den Kreissynodalvorstand in Finanzangelegenheiten und wirkt bei der Finanzplanung der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises mit. Siehe www.kirchenkreis-soest.de/einrichtungen/kirchenkreis/ausschuesse/ausschuss-finanzen/

Finanzkirchmeister

Ein Finanzkirchmeister verantwortet im Auftrag des Presbyteriums die finanzielle Sicherung der Arbeit der Kirchengemeinde und hat die Aufsicht über das Kassen- und Rechnungswesen. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Kirchmeister

Finanzsynode

Auf der Herbsttagung der Kreissynode werden auf Basis der Mittelfristigen Finanzplanung die Haushaltspläne beraten. Siehe www.kirchenkreis-soest.de/einrichtungen/kirchenkreis/leitung/kreissynode/

Finanzsystematik

Die der Kirchensteuerverteilung innerhalb des Evangelischen Kirchenkreises Soest zugrunde liegenden Vereinbarungen, wie sie in der Finanzausgleichssatzung festgelegt sind. Nach Vorwegabzügen für Pfarrbesoldung, Diakonie, Verwaltung u.a. wird die verbleibende Summe nach einem festen Verteilschlüssel aufgeteilt. Siehe www.kirchenrecht-westfalen.de/document/6254

Freiwilliges Kirchgeld

Die Zahlung von Freiwilligem Kirchgeld bietet sich für diejenigen an, die keine Kirchensteuern (mehr) zahlen oder zusätzlich noch etwas spenden möchten. Im Evangelischen Kirchenkreis Soest bitten drei Kirchengemeinden um Freiwilliges Kirchgeld. Um etwas anderes handelt es sich beim Besonderen Kirchgeld. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/kirchliche_arbeit/kirchgeld.html

Fundraising

Fundraising bezeichnet die Gesamtheit des Sammelns von Spenden mit der dazugehörigen Spendenwerbung und der Kontaktpflege zu den Spendenden. Das Sammeln von Kollekten und Spenden gehört seit neutestamentlicher Zeit zum Alltag kirchlicher Arbeit. Siehe www.fundraising-evangelisch.info

Gebäude

Zu den kirchlichen Gebäuden zählen die oftmals denkmalgeschützten Kirchen, Pfarrhäuser, Gemeindehäuser sowie Wohnhäuser. Der Evangelische Kirchenkreis Soest selbst besitzt nur das Kreiskirchenamt in Soest. Siehe www.kirchen-am-hellweg.de

Grundstücke

Neben den bebauten kirchlichen Grundstücken wird kirchliches Land verpachtet und dient so der nachhaltigen Finanzierung kirchlicher Aufgaben. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/vermoegen/grundbesitz.html www.kirchengrundstuecke.de

Haushalt

Im Haushalt werden die erwarteten Einnahmen und die geplanten Ausgaben für ein Kalenderjahr gegliedert nach Zwecken dargestellt. Für die ordentliche Haushaltsführung und die Aufstellung von Haushaltsplänen ist die Finanzabteilung des Kreiskirchenamts zuständig. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/haushalt/haushalt.html

Haushaltsabteilung

Siehe Finanzabteilung.

Immobilien

Grundstücke und Gebäude.

Kapitalertragssteuer

Ebenso wie auf Lohneinnahmen werden auf Kapitalerträge Kirchensteuern erhoben. Eine Umstellung im Verfahren hat in den letzten Jahren für Unsicherheiten gesorgt. Siehe www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/ekvw/dokumente/material/faltblatt_abgeltungsteuer.pdf

Kappung

Für höhere Einkommen muss an den Staat ein höherer Prozentsatz Steuern gezahlt werden (Steuerprogression). Die an die Steuern gekoppelte Kirchensteuer kann jedoch gekappt werden, wenn sie 3,5 % des zu versteuernden Einkommens beträgt. www.ekd.de/kirchenfinanzen/kirchensteuer/kappung.html

KD-Bank

Die Bank für Kirche und Diakonie ist eine Genossenschaftsbank mit christlichen Wurzeln und Werten mit Sitz in Dortmund. Die KD-Bank arbeitet nach strengen ethischen Kriterien. Die Konten des Evangelischen Kirchenkreises Soest werden bei der KD-Bank geführt. Siehe www.kd-bank.de

Kirchensteuer

Mit Ihrer Kirchensteuer leisten Kirchenmitglieder den wesentlichen finanziellen Beitrag für die Arbeit der Kirche. Kirchensteuer zahlen nur diejenigen, die überhaupt über ein eigenes Einkommen wie Lohn oder Kapitalerträge verfügen. Sie wird in Westfalen mit neun Prozent der Einkommenssteuer berechnet. Siehe www.evangelisch-in-westfalen.de/kirche-gefragt/haeufige-fragen/kirchensteuer/kirchensteuer-haeufige-fragen.html

Kirchensteuerverteilungsschlüssel

Die Verwendung der Kirchensteuer nach der Finanzsystematik ergibt eine Verteilsumme, die nach von der Kreissynode festgelegten Prozentsätzen an Kirchengemeinden und Fachbereiche verteilt wird. Wieviel die einzelne Kirchengemeinde erhält, hängt von ihrer Gemeindegliederzahl und finanziellen Belastung durch denkmalgeschützte Kirchen ab. Siehe www.kirchenrecht-westfalen.de/document/6254

Kirchensteuerzuweisung

Die Geldsumme, die der Kirchenkreis von der Landeskirche überwiesen bekommt. Sie hängt vom Kirchensteuerergebnis, vom Clearing und vom Verteilschlüssel der Landeskirche ab. Siehe www.kirchenkreis-soest.de/fileadmin/download/texte/finanzuebersicht-2015.pdf

Kirchgeld

Mit Kirchgeld werden die zwei grundsätzlich verschiedenen Sachverhalte Freiwilliges Kirchgeld und Besonderes Kirchgeld bezeichnet.

Klingelbeutel

Sammelbeutel für das Dankopfer im Gottesdienst. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Klingelbeutel

Kollekte

Das Sammeln eines freiwilligen Geldbeitrags in der Regel am Ende eines Gottesdienstes am Ausgang der Kirche. Jede Kollekte dient einem besonderen Zweck, der im Gottesdienst mitgeteilt wird. Einem anderen Zweck dient das meist in der Mitte des Gottesdienstes eingesammelte Dankopfer. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Kollekte

Mittelfristige Finanzplanung

Die Haushaltsplanung über die kommenden drei Jahre, wie sie vom Kreiskirchenamt auf der jährlichen Finanzsynode vorgestellt wird, hilft, zukünftige Entwicklungen in den Entscheidungen zu berücksichtigen. Sie wird jährlich fortgeschrieben. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Finanzplanung#Mittelfristige_Finanzplanung

NKF

Das Neue Kirchliche Finanzmanagement besteht in der Umstellung des Haushaltswesens in der Evangelischen Kirche von der Kameralistik zur kirchlichen DOPPIK. Die Umstellung im Evangelischen Kirchenkreis Soest erfolgt zum 1.1.2018. Siehe nkf.ekvw.de

Oikocredit

Oikocredit ist eine von den Kirchen getragene Entwicklungsbank, die Entwicklungsprojekte mit Krediten unterstützt. Kirchenkreis und einzelne Kirchengemeinden haben Anteile bei Oikocredit. Siehe www.oikocredit.org 

Patronat

Besondere Rechte und Pflichten, die eine Person oder einer Institution gegenüber einer Kirchengemeinde innehat. Die meisten Patronate stammen noch aus dem Mittelalter. Im Evangelischen Kirchenkreis Soest gibt es ein Patronat der Stadt Soest gegenüber der Kirchengemeinde Meiningsen. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/kirchliche_arbeit/patronat.html

Pensionskasse

Für die Altersversorgung der Pfarrerinnen und Pfarrer fließen als Teil der Pfarrbesoldung Kirchensteuermittel in die Gemeinsame Versorgungskasse mit Sitz in Dortmund. Siehe www.vkpb-dortmund.de

Pfarrbesoldung

Die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Rücklagen für die Pensionskasse. Die Pfarrbesoldung für Pfarrstellen in Kirchenkreis und Kirchengemeinden wird innerhalb des kreiskirchlichen Haushalts abgerechnet, die weiterer Pfarrerinnen und Pfarrer über den landeskirchlichen Haushalt. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/personal/pfarrbesoldung.html

Pfarrvermögen

Pfarrvermögen, z.B. in Form von Grundstücken, ist historisch gebildet worden und dient der Besoldung und Versorgung der Pfarrerinnen und Pfarrer. Siehe www.kirchenrecht-westfalen.de/document/6003#s800140004

Rechnungsprüfung

Die Rechnungsprüfung wird von einem Rechnungsprüfer der gemeinsamen Rechnungsprüfungsstelle der Landeskirche durchgeführt. Dieser berät in allen finanziellen Vorgängen, kontrolliert ihre korrekte Durchführung und macht gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/rechnungspruefung.html

Refinanzierung

Im Rahmen der Subsidiarität werden dem Evangelischen Kirchenkreis Soest wie anderen sozialen Trägern die Kosten z.B. für den Betrieb von Kitas zu einem großen Teil durch den Staat erstattet, d.h. refinanziert. Ebenfalls refinanziert wird der Dienst von Pfarrerinnen und Pfarrern im schulischen Religionsunterricht und in gewissem Umfang in Krankenhäusern und in der Reha. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/kirche_und_staat/subsidiaritaet.html

Rücklagen

Kirchenkreis und Kirchengemeinden legen in angemessenem Maße Finanzmittel zurück, um z.B. bei dringend notwendigen Reparaturmaßnahmen Geld zur Verfügung zu haben. Eine besondere Form der Rücklage ist die Pensionskasse. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/haushalt/ruecklagen.html

Sparmaßnahmen

Während die Kirchensteuereinnahmen über die Jahre stabil blieben, sind die Lebenshaltungskosten, Löhne usw. stetig angestiegen. Deshalb müssen Kirchenkreis und Kirchengemeinden Einsparungen vornehmen, um zu einem ausgeglichenen Haushalt zu gelangen. Wichtigste Einsparungen betreffen Personal und Gebäude.

Spenden

Das Sammeln von Spenden, z.B. in Form einer Kollekte oder der Diakoniesammlung, gehört als Fundraising seit Anbeginn zur kirchlichen Arbeit. Private Spenden an kirchliche Einrichtungen führen zu steuerlicher Begünstigung. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/kirchliche_arbeit/spenden.html

Staatsleistungen

Die Evangelische Kirche von Westfalen erhält als Entschädigung für die Enteignung von Kirchengütern zu Beginn des 19. Jahrhunderts jährliche Staatsleistungen. Ihre Höhe liegt bei weniger als einem Prozent der Kirchensteuereinnahmen. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/kirchliche_arbeit/staatsleistungen.html

Stiftung

Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe der Erträge aus einem Vermögen einen von Stifterinnen und Stiftern festgelegten Zweck verfolgt. Eine Stiftung ist eine Form des Fundraisings. Im Evangelischen Kirchenkreis Soest gibt es rund ein Dutzend evangelische Stiftungen. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/stiftungen.html www.kirchenkreis-soest.de/einrichtungen/stiftungen

Subsidiarität

Beim Betrieb sozialer Einrichtungen arbeitet der Staat Hand in Hand mit den Wohlfahrtsverbänden zusammen, darunter Kirche und Diakonie. Diese betreiben z.B. Kitas oder Beratungsstellen und bekommen dafür vom Staat oft einen Großteil der Kosten erstattet. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/kirche_und_staat/subsidiaritaet.html

Subventionen

Die Kirchen erhalten keinerlei Subventionen, wohl aber Refinanzierungen im Rahmen der Subsidiarität sowie Staatsleistungen. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/sonstiges/subventionen.html

Umlage

Die prozentuale Zuweisung der Kirchensteuerzuweisung nach dem Kirchensteuerverteilungsschlüssel an Kirchenkreis, Diakonie, Kirchengemeinden u.a. wird als Umlage bezeichnet. Siehe www.kirchenrecht-westfalen.de/document/6254

Verpachtung und Vermietung

Verpachtung und Vermietung von kirchlichem Land und Gebäuden dienen der nachhaltigen Finanzierung kirchlicher Aufgaben. Auf kirchlichem Land darf kein gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht werden. Siehe www.ekd.de/agu/themen/gentechnik/90.html

Zins

In der Bibel ist das Zinsennehmen verboten, um arme Menschen vor Zinswucher zu schützen. Im Rahmen von Geldanlagen nehmen Kirchenkreis und Kirchengemeinden dennoch Zinsen ein, orientieren jene jedoch an ethischen und nachhaltigen Kriterien. Siehe www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/sonstiges/zinsen.html

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