Noah-Fenster in St. Petri Soest

Kunstwerk des Monats Januar 2015

Noah-Fenster in St. Petri Soest (Foto: Bernd-Heiner Röger)

Das Kunstwerk des Monats Januar 2015 ist daS Noah-Fenster in St. Petri, Soest: Eine ungewöhnliche Arche ist in einem Chorfenster der St.-Petri-Kirche zu sehen. Sie ist nur ein kleiner, offener Kahn. Fröhlich und unbesorgt sitzt Noah am Ruder. Ob das daran liegt, dass der Regenbogen, das Friedenszeichen Gottes, schon von Beginn an über der Fahrt steht? Auch das Gewimmel der vielen Tiere fehlt. Nur Ochs und Esel, die in der Weihnachtstradition eine Rolle spielen, sind zu sehen. Gottes Bund mit Noah weist voraus auf den größeren, den er in Jesus mit der Menschheit schließt.  

Kirchenfenster „Noah“
Künstler: Claus Wallner, 1959
Fenster im nördlichen Seitenchor der Petrikirche
Text und Foto: Bernd-Heiner Röger

Das Jahr 2015 steht im Vorzeichen des Reformationsjubiläums 2017 unter dem Motto „Reformation – Bild und Bibel“. Dazu hat der Evangelische Kirchenkreis Soest ein Projekt gestartet, im Rahmen dessen zwölf bemerkenswerte, wenn auch weniger bekannte Kunstwerke aus dem Kirchenkreis der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beginnend mit Januar 2015 werden die Kunstwerke in monatlichen Pressemitteilungen vorgestellt und auf der Internetseite www.kirchenkreis-soest.de/bild-und-bibel präsentiert. Es werden dabei Kunstwerke aus allen sieben Regionen des Kirchenkreises vertreten sein, wobei die zwei Regionen in Soest sich gemeinsam auf zwei Kunstwerke beschränken.

Pfarrer Christian Casdorff, der Kulturbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Soest, schreibt zum Themenjahr: „Nach „Reformation und Toleranz“, „Reformation und Politik“ geht es 2015 nun um „Bild und Bibel“. Man könnte vielleicht auch sagen „Kunst und Kirche“. Was wären wir in unserem Glaubensleben ohne die Kunst mit aller ihrer Kraft der Anschaulichkeit! Das soll gefeiert und bedacht werden in diesem Jahr. Gott soll gewiss nicht gefangengesetzt werden durch die geistlichen Bilder der Menschen. „Du sollst dir kein Bildnis machen“: Gute Kunst hat dies Gebot in der Kirche immer beachtet. Wie viele berühmte Kunstwerke fallen uns ein, die mit Glauben (und Zweifel!) und mit der Bibel zu tun haben. Dürer und Chagall und... und... und... Vielleicht ist das „Bild und Bibel“-Jahr der Evangelischen Kirche aber gerade auch dafür gut, dass wir vor Ort, im Bereich unseres Kirchenkreises den Blick schärfen. Altvertraute und deswegen gar nicht mehr wirklich angeschaute Kunst in unseren Kirchen, Künstlerinnen und Künstler aus unserem Ort. Nicht berühmt vielleicht. Aber was bedeutet das schon: berühmt?“

Pfarrer Christian Casdorff
Soester Straße 28
59505 Bad Sassendorf
Tel. 02921 9810770
E-Mail c.casdorff@kirchengemeinde-bad-sassendorf.de

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