An geheimen Orten

Jugendkirche feierte Abschluss einer ungewöhnlichen Aktion

Soest. Erst kam Jesus zu ihnen ins Haus, nun suchten sie ihn in freier Wildbahn: An die erfolgreiche Aktion „JesusHouse“ schloss die Jugendkirche nun das ungewöhnliche Projekt „#SecretPlaces“ an. Bemerkenswert daran ist vor allem, dass das Verfahren, nachdem die JesusHouse-Gesprächsabende in den Räumen der Jugendkirche stattfanden, sich zwar streng an den Vorgaben des überkonfessionellen Vereins proChrist orientieren. Die Fortsetzung aber hängte die Jugendkirche aus eigenem Antrieb dran. Naja, fast.

„Das Konzept haben wir allerdings vom Jugendwerk asu Baden-Württemberg übernommen“, räumt Jugendreferentin Petra Englert ein, „dort wird es für junge Leute angeboten. Aber in NRW sind wir die bislang einzigen, die das gemacht haben und wollen unsere Version gerne auch an andere Jugendkirchen weitergeben.“

Was genau hat es also mit den „Geheimen Orten“ auf sich? Die Jugendlichen hielten sich bis zu fünf Abende frei – sie wussten zwar, wann sie sich dann treffen würden, aber nicht wo, schon gar nicht, was dort auf sie zukommrn würde.

Sie alle speicherten eine Mobilfunknummer in ihren Handys ab und schickten an diese Nummer eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt „#SecretPlaces“. Automatisch erhielten sie an jedem Termin kurz zuvor eine Mitteilung mit dem Treffpunkt „für das abgefahrenste Event der Stadt“, so die Eigenwerbung auf der Homepage der Jugendkirche.

Wobei „abgefahren“ nicht ganz passt, denn die jungen Christen gingen ja zu Fuß. Und am ersten Abend direkt ins Krankenhaus. Dort sollten sie unter anderem mit einer Hebamme über „das Wunder der Geburt“ sprechen, was jedoch daran scheiterte, dass diese genau in diesem Moment an einem solchen Wunder teilnahm.

Am zweiten Tag trafen sie sich mit einer Erzieherin in einem Kindergarten, um mit ihr über ihr Bild vom Vater und von Gott zu diskutieren und dieses Bild mit den Mitteln, die einer solche Einrichtung zur Verfügung stehen, zu gestalten – also mit Buntstiften etwa oder auch Bauklötzen.

Zum Thema „Gewinnen und Verlieren – bei Gott zählt keine Leistung“ zog der Tross zu einem Sportplatz, der vierte Einsatz dagegen führte zum Bestatter. Bei ihm machten sie sich Gedanken darüber, was in ferner Zukunft mal auf ihren Grabsteinen stehen sollte.

Der fünfte und letzte Abend begann zwar am Osthofenfriedhof, führte von dort aber über die Wälle zur Wohnung des neuen Jugendreferenten Fabian Wecker zum gemeinsamen Abendmahl. Auf diesem Weg beschäftigten sie sich mit dem Gang der Emmaus-Jünger, denen der auferstandene Heiland begegnete. Die Jugendlichen sprachen unterwegs darüber, wo ihnen in ihrem Leben Jesus bereits begegnet sein mochte.

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