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Landrätin Eva Irrgang ehrt in Feierstunde Gewinner des Ehrenamtspreises

Landrätin Eva Irrgang (2. v. l.) mit den Preisprägern 2017: der Arbeitskreis Asyl Lippetal und Daniel Keil. Es gratulierten die Bürgermeister Matthias Lürbke und Hubert Wegener sowie Roland Brehler (Rotary)..

Landrätin Eva Irrgang mit dem Arbeitskreis Asyl Lippetal, vertreten durch Irene Freimark-Zeuch, Angelika Timm und Margret Dreisbach. Den Glückwünschen schlossen sich Dechant Dr. Gerhard Best, Bürgermeister Matthias Lürbke und Roland Brehler an.

Landrätin Eva Irrgang (r.) überreichte den Ehrenamtspreis 2017 des Kreises Soest an Daniel Keil (2. v. r.) aus Ense. Den Glückwünschen schlossen sich Bürgermeister Hubert Wegener (2. v. l.) und Roland Brehler (l.). Fotos: Thomas Weinstock

Kreis Soest.. Landrätin Eva Irrgang hat während einer Feierstunde im Kreishaus den Ehrenamtspreis 2017 an Daniel Keil aus Ense und an den Arbeitskreis Asyl Lippetal übergeben. Die Preisträger leben nach Ansicht der Jury durch vielfältiges Engagement das diesjährige Thema „Angekommen – Aufgenommen: Wenn aus Hilfe Gemeinschaft wird“.

Daniel Keil aus Ense initiierte als engagierter Lehrer an der Conrad-von Ense-Schule 2015 im Rahmen eines Sozialwissenschaftskurses das Integrationsprojekt „Flüchtlinge in Ense“. Aus dieser intensiven Arbeit entwickelte er die Idee zur Gründung des Vereins „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“.

Daniel Keil ist seitdem als erster Vorsitzender stetiger Ansprechpartner im Verein. Er hat zahlreiche Projekte und Unternehmungen angestoßen, koordiniert und realisiert. „All das vereinbart der Ehrenamtspreisträger mit einer vollen Berufstätigkeit und seiner Familie mit zwei kleinen Kindern, ohne dass sein Engagement in den vergangenen zwei Jahren nachgelassen hätte“, würdigte Landrätin Eva Irrgang das Engagement des Preisträgers und wünschte ihm für die künftigen Aktionen wie den Begegnungstreff im Lindenhof in Niederense und das Kabarettstück „Die Unterkunft“ viel Erfolg für einen weiteren Schritt in Richtung multi-kulturelle Gesellschaft in Ense.

Seit 2015 gestaltet der Arbeitskreis Asyl Lippetal einen wesentlichen Teil der Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde Lippetal. Die Mitglieder standen wegen der Struktur der ländlichen Flächengemeinde und die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge vor besonderen Herausforderungen. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von der intensiven Beratung und Betreuung in Alltagsdingen, über das Betreiben eines Flüchtlingscafés und einer Fahrradwerkstatt, die bis heute ein Erfolgsmodel ist.

Als die Flüchtlinge noch keine Deutschkurse besuchen konnten, startete der Arbeitskreis Asyl das Projekt „Ehrenamtliches Deutsch“. Der Unterricht fand zum Teil am Küchentisch statt, mit Post-Ist an den Haushaltsgegenständen. Inzwischen wird der Deutschunterricht fortgeführt mit „Deutsch in Bildern“ und professionellen VHS-Sprachkursen.

„Durch Ihre dörferübergreifenden Aktionen mit den Flüchtlingen haben sich auch die Einwohner Lippetals untereinander vernetzt. Sie haben mit Ihrem Engagement das ganze Lippetal aufgemischt“, bescheinigte Landrätin Eva Irrgang dem Arbeitskreis Asyl eine hervorragende Arbeit zum Nutzen der Flüchtlinge und schloss ihre Laudatio mit einem „Machen Sie weiter so!“

Der Ehrenamtspreis ist mit 2.000 Euro dotiert, die auf die Preisträger aufgeteilt werden. 1.000 Euro stammen aus dem Etat der Landrätin, den gleichen Betrag steuert die Stiftung Rotary Erwitte-Hellweg bei, die bei der Feierstunde vertreten wurde durch Roland Brehler, Präsident des Rotary-Club Erwitte-Hellweg, und Mitglieder des Stiftungsbeirates. Brehler dankte den Preisträgern in seiner Ansprache und spornte sie an, in der Zukunft ihr Engagement fortzuführen, denn davon lebe die Gesellschaft.  

2018 steht der Ehrenamtspreis unter dem Motto „Wir in der Zukunft – Ehrenamt 4.0“. Der Preis soll im kommenden Jahr an Ehrenamtliche verliehen werden, die innovative und zukunftsfähige Projekte entwickelt haben, die aufzeigen, wie sich das Ehrenamt künftig unter Berücksichtigung des demographischen Wandels entwickeln kann.

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