Wir können auch anders!

Kirchenkreis stellt Gemeinden Umweltmanagement vor

(Foto: Johannes Majoros-Steinmetz)

Soest – „Atomkraft nein danke! – Wir können auch anders!“ Unter diesem Titel hatte der Kirchenkreis am 21. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe zu einer Informationsveranstaltung ins Soester Ardeyhaus eingeladen. Dem Fachbereich Bildung ging dabei um die praktischen Konsequenzen aus der aktuellen Bedrohung der Schöpfung durch Klimakatastrophe und Atomkraft zu ziehen.

Fachbereichsvorsitzende Judith Tornau-Opitz begrüßte die rund dreißig Gäste, darunter Superintendent Hans König, und leitete mit einem grün angestrichenen, eisernen Wetterhahn einer Bördekirche zum Referat von Pfarrer Klaus Breyer über. Pfarrer Breyer, Leiter des „Grünen Hahns“, dem Umweltmanagement der westfälischen Kirche, stellte den Anwesenden die Dringlichkeit eines Klimawandels vor Augen. Energiesparen stelle dabei den Hauptfaktor dar. Genau hier setze das Umweltmanagement der Kirche an. Erfreulicher „Nebeneffekt“ für die sich beteiligenden Kirchengemeinden seien die mit dem Energiesparen verbundenen finanziellen Vorteile. Unter Anspielung auf die aktuellen Sparmaßnahmen in der Kirche gebrauchte Klaus Breyer die einprägsame Formel „Kilowattstunden arbeitslos machen, nicht Menschen!“.

Anhand zahlreicher Bilder und mit seinem trotz des ernsten Themas zuversichtlichen Humor beschrieb Klaus Breyer den Prozess von der Bestandsaufnahme über die Analyse und Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Grundlage sei, dass eine Kirchengemeinde sich mit dem Umweltmanagement nicht überfordern dürfe, sondern nur das im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Stehende angehe. Überhaupt betonte Klaus Breyer, dass ein Umweltmanagement nicht nur für die Schöpfung, sondern auch für die daran beteiligten Menschen Lebensgewinn mit sich brächte. Die Räumlichkeiten würden vielfach ansprechender, die Gemeinden gewännen neue Mitarbeitende und profitierten nicht zuletzt von der positiven öffentlichen Resonanz. Der „Grüne Hahn“ ist übrigens eines der offiziellen UNESCO-Projekte 2007/2008.

Das Thema „Ökologisches Gebäudemanagement“ steht im Mittelpunkt der kommenden Synode des Kirchenkreises Soest am 4. Juni. Dann wird neben dem Grünen Hahn auch die Fachhochschule Südliches Westfalen dabei sein, um mit Information und dem konkreten Angebot fachlicher Unterstützung möglichst vielen Kirchengemeinden den Umstieg aufs Energiesparen schmackhaft zu machen.

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