Newsletter "So weit"

Liebe Leserinnen und Leser,

so viel hat sich herumgesprochen: Frauen wie Katharina von Bora haben die evangelische Kirche stark geprägt.  Sie machte Luther zu ihrem Mann. Worüber viel gelästert wurde. Die 15 Jahre Jüngere war aus dem Kloster und den Konventionen ausgebrochen. Der Mann hatte sich weltweit mächtigste Feinde gemacht und ließ sich von so einer Frau aus der Provinz einfangen?

Nur einen Augenblick, wurde kürzlich publiziert, sah es damals nach einer Befreiung der Frauen aus. Nach einer Verbesserung ihres Status und ihrer Rolle. Mit der Freiheit, die Gott seinen Kindern schenkt, war die Quelle benannt. Zugleich Knecht zu sein, wie Luther 1520 schrieb, meinte nicht das Joch der Genderungerechtigkeit. Sondern den konsequenten Einsatz der eigenen Kräfte für andere Menschen. Das galt für Männer wie für Frauen.

Weit war aus heutiger Sicht das Spektrum der Berufe, die Katharina von Bora an Luthers Seite erfolgreich ausübte. Was mit „Kinder, Haushalt und Küche“ genauso wenig erfasst wird, als würde man Luther nur einen Buchschreiber nennen.

 

Ich glaube, die Enge kam erst später. Als sich alle die Reformation und die Frauen so zurecht bogen, wie sie sie brauchten. Das ist sehr zu bedauern. Froh sein kann man, dass der Zugang zur Reformationsquelle so frei ist wie damals.

Ihr
Dieter Tometten

 

 

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