1. Dezember: Advent

„So schnell hatte ich den Advent nicht erwartet“, meinte der Journalist im ganz säkularen Radio. Schon werde die erste Kerze angezündet. Allmählich müsse man sich für Weihnachten nun beeilen. Aha, fand ich, also doch wieder Zeichen der christlichen Kultur! Adventskerzen anzünden, Weihnachten vorbereiten. Irgendwo las ich, Weihnachten sei der größte Festerfolg aller Zeiten. Dass dies Fest bei den Menschen wirklich ankommt, kann uns als Christen und Kirchenmenschen stolz machen. Und nachdenklich.

Für uns kommt Jesus an. Was merkt man denn davon? Ich hörte Lieder singen vom Kommen Jesu und seiner Herrschaft. Ehrlich, der Gesang wirkte mir so, dass der Herr sich doch ruhig Zeit lassen solle mit seinem Ankommen. Wir sind nicht so weit. Es kommen so viele an. Es kommt so vieles an. Es kommt auf so viel an.

Es kommt auf uns an, merken viele von uns. Sie „brennen dafür“ - wie man sagt -, Verantwortung an nötiger Stelle zu übernehmen. Da wird es heller in der Dunkelheit! Mit der vorweihnachtlichen Hektik verbindet uns, statt wie üblich zu lästern, dass wir uns angespornt sehen, fürs Ankommen Gottes zu sorgen. Dass Gott gern kommen kann.
Weit ist Gott ja doch nicht.

Dieter Tometten

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