1. Februar: Vertrauen auf die Güte Gottes

So musste man es wohl kommen sehen: Die Selbstschutzmechanismen der Gesellschaft werden mit dem ewigen Repertoire der Abgrenzung gegen die Fremden wieder in Stellung gebracht. Nun auch mit der ausdrücklichen Forderung aus der AfD nach dem Gebrauch von Waffen an den Grenzen. Ich bin bestürzt und entrüstet. Aber das hilft nicht. Eine Freundin beobachtete, dass die zahllosen Berichte uns in die Opferrolle schlüpfen lassen, auch die erfundenen. Als das Fremde, das von außen „uns in unserem Land“ gefährdet, hat man für die Medien neben Flüchtlingen auch Planzen und Tiere ausgemacht.

Weit aber reicht die Güte Gottes! So weit, wie der Himmel ist und die Wolken gehen. Allmählich wird das zum Bekenntnis! Vor 100 Jahren - 1. Weltkrieg - hat die evangelische Kirche noch daran festgehalten, dass Gott den bedrohten Deutschen gegen die feindliche Welt zum Sieg verhelfe. Dabei waren so viele Täter in den eigenen Reihen... Wir haben aus Leid und Schuld viel lernen müssen. Die wichtigste Lehre ist die ganz alte: das Vertrauen auf die Güte Gottes. In Gottes Hand steht unser Leben. Gott traut unserem Leben zu - wie Abraham -, ein Segen für die Völker und mit ihnen zu sein. Nicht auf ihre Kosten. Alle, die politisch und wirtschaftlich weiter sehen, mehr wissen und mehr können als wir, können sich diesbezüglich auf unsere Unterstützung verlassen.

Dieter Tometten

Evangelischer Kirchenkreis Soest • Puppenstraße 3-5 • 59494 Soest • Telefon 02921 396-0 • info@kirchenkreis-soest.deImpressum