1. März: Event-Christen

So viel Echo auf die „Event-Christen“ hatte ich nicht erwartet. Der engagierte katholische Pfarrer Thomas Frings, Münster, legt sein Amt nieder und nimmt sich eine Auszeit . „Mir ist die Perspektive abhanden gekommen,“ erklärt er -  lesenswert! - auf der Homepage seiner Gemeinde. Er schildert die unbewältigten Veränderungen, abnehmende Resonanz auf die Kernanliegen der Kirche, immer weniger Glauben, dafür Serviceanspruch und die Orientierung an seltenen Highlights. Er meint es nicht als Vorwurf. Es könne „nur heißen, dass ich bei mir was ändern muss.“

Weit weg von uns ist das nicht. Darum hat unsere Lokalpresse das Thema ausführlich und ökumenisch aufgegriffen. Viel Verständnis kommt da rüber, dass die Menschen sich für ihren Glauben andere, vielfältige Formen suchen. Das stellt die traditionellen kirchlichen Angebote auf harte, aber faire Proben. „Bei einem so genannten „Event” handelt es sich um eine Übereinkunft von Personen zur Förderung von Emotionen wie Freude oder Zusammengehörigkeit“, lese ich in Wikipedia. Das finde ich nicht schlecht als Kriterium für Christen.

Dieter Tometten

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