14. Juni 2017

so wie an Luther ist auch an Jean Calvin zu denken im Jubiläumsjahr der Reformation. Auch eine Gestalt, die das evangelische Christentum entscheidend geprägt und zur weltweiten Verbreitung als „reformiert“ maßgeblich beigetragen hat. Wer auf Reisen geht, stößt auf manche seiner Spuren.

Calvin hat in Genf durchreformiert, vom Stadtrat eigens dazu berufen. In Gottes Bund und Treue sah er auch eine Selbstverpflichtung des Glaubenden. Denn so sieht der Glaubende sich zu dem Guten befähigt, das Gott ihm zutraut. So bekam Calvin den Ruf der theologisch konsequenten Sittenstrenge. Das tat der Stadt und ihrer moralischen Stabilität damals außerordentlich gut.

Früher wie heute löste Calvin Widerspruch aus. Kaltherzigkeit wurde ihm nachgesagt. ZB Michel Servet fiel ihr zum Opfer. Der lehnte die Trinitätslehre ab, war bereits an anderer Stelle dafür zum Tod verurteilt und starb in Genf unter dem Einfluss Calvins den Feuertod. Grausig und eng, egal wie man sich die Zusammenhänge erklärt.

Weit darüber hinaus ist anderes wirksam. Die reformierte Klarheit im Denken und im persönlichen Anspruch, der konsequente gesellschaftliche Bezug, die Unbedingtheit der biblischen Begründung allein auf Gott verschaffen den reformierten Kirchen Gehör und Respekt. Auch bei uns im Kirchenkreis.

Ich wünsche Ihnen gute Spurensuche im Sommer! 

Dieter Tometten

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