Sprachliche Fortschritte

Programme „Rucksack Kita“ und „Griffbereit“ greifen – Feierlicher Jahresabschluss

Die Elternbegleiterinnen leiteten über ein Kindergartenjahr die Elterngruppen im Rahmen der Programme „Griffbereit“ und „Rucksack KiTa“ und wurden damit zu einer wichtigen Brücke zwischen Kitas und Eltern mit Einwanderungsgeschichte.

Kreis Soest.. „Rucksack Kita“ fördert Deutschkenntnisse, Muttersprachenkompetenz und die allgemeine Entwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, bezieht dabei Eltern ein. Seit 2014 setzt das Kommunale Integrationszentrum (KI) dieses Konzept in verschiedenen Einrichtungen im Kreis um. Premiere hatte im Kindergartenjahr 2017/2018 das Programm „Griffbereit“. Dabei lernen Eltern, wie sie ihre Erzieherkompetenzen zum Wohle ihrer Kinder ausbauen, verfeinern und sichern können.

Beim feierlichen Abschluss für das Kindergartenjahr 2017/2018 im Blauen Saal des Soester Rathauses überreichte Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Schule und Gesundheit, den beteiligten Eltern als Dank für ihr Engagement Urkunden. Außerdem sprach sie den pädagogischen Fachkräften Anerkennung für ihren Einsatz aus.

Bereits seit 2014 und damit von Anfang an wird das Programm „Rucksack KiTa“ im Familienzentrum „Bullerbü“ in Lippstadt durchgeführt. Im Kindergartenjahr 2017/2018 wurde es erstmals im Ev. Familienzentrum „Senfkorn“ in Geseke, im Familienzentrum Werl Nord, Einrichtung Kiebitzweg, im Bewegungskindergarten St. Norbert in Werl, im Ev. Kindergarten am Gotlandweg in Soest und im Kath. Kindergarten „St. Bonifatius“ in Lippstadt umgesetzt. Rucksack KiTa richtet sich an Eltern mit Einwanderungsgeschichte und ihre Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren, die eine Kita besuchen.

„Griffbereit“ wurde in diesem Kindergartenjahr das erste Mal durch das KI im Kreis Soest im Familienzentrum „Bullerbü“ in Lippstadt erprobt. Das Programm ist ein Angebot für Eltern mit und ohne Einwanderungsgeschichte und ihre Kinder im Alter von ein bis drei Jahren im Übergang von der Familie in die Kindertageseinrichtung.

„Beide Programme stellen die Mehrsprachigkeit der Kinder als besondere Ressource in den Fokus und stärken diese, in Zusammenarbeit mit den Eltern“, erläutert KI-Leiterin Sina Mittmann. In den Programmen seien in diesem Kindergartenjahr insgesamt elf Familiensprachen vertreten gewesen. Beide Programme würden nicht nur im Kreis Soest erfolgreich umgesetzt, sondern bundesweit und darüber hinaus.

Während der Abschlussveranstaltung berichtete KI-Mitarbeiterin Julia Böckmann über aktuelle Evaluationsergebnisse auf der Basis einer Befragung. Besonders positiv seien die sprachlichen Fortschritte der Kinder durch die Beteiligten bewertet worden. Alle Eltern, die an den Programmen teilgenommen haben, hätten außerdem den Meinungs- und Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppen mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet. Angesichts der guten Erfahrungen setze das Kommunale Integrationszentrum die Programme im kommenden Kindergartenjahr in weiteren Einrichtungen um.

 

 

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