Von Arbeit überzeugt

Inner Wheel Club Arnsberg unterstützt die Arbeit von Sommerland

 

 

Maria Wulfinghoff von Sommerland (vorne links) freut sich über die Spende des Inner Wheel Clubs Arnsberg-Soester Börde mit Karin Hagemann (vorne rechts), Christel Dame, Hildegard Sommerfeld und Gudrun Klein (hinten von links). Foto: Kathrin Risken

Kreis Soest. „Wir finden die Arbeit von Sommerland unwahrscheinlich wichtig“, sagt Christel Dame. Die amtierende Präsidentin des Inner Wheel Clubs Arnsberg-Soester Börde hat der Kinder-Trauergruppe „Sommerland“ der Diakonie Ruhr-Hellweg  jetzt 1.000 Euro übergeben. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung“, sagt Maria Wulfinghoff von Sommerland, „denn viele Kinder brauchen Begleitung, wenn ein geliebter Mensch stirbt, und unser Angebot ist auf finanzielle Hilfen angewiesen.“

Christel Dame ist an diesem Nachmittag nicht allein zur Spendenübergabe gekommen, mit ihr sind noch drei weitere „Freundinnen“, wie sich die Frauen des Clubs nennen, zu Gast bei der Diakonie. Dass die Inner Wheelerinnen von Sommerland und der Arbeit des Teams überzeugt sind, wird im Rahmen der Spendenübergabe schnell deutlich: Interessiert fragen die Besucherinnen, wie groß das Einzugsgebiet von Sommerland ist, wie und ob die Angehörigen mit einbezogen werden und wie es gelingt, die Trauer von Kindern und Jugendlichen zum Ausdruck zu bringen.

Man hatte die Trauergruppe durchaus „auf dem Schirm“, eine Spende gab es schon einmal, und als Maria Wulfinghoff jüngst einen Vortrag über ihre Arbeit gehalten hat, bei dem auch Inner-Wheelerinnen zugehört haben, war klar: Die Kindertrauergruppe wird vom Club bedacht.

Sommerland ist eine Anlaufstelle für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Ziel ist es, ihnen nach einem schweren Verlust wieder Halt und Sicherheit im Alltag zu geben, eine Rückkehr in ein glückliches und vertrauensvolles Leben zu ermöglichen. „Kinder trauern anders als Erwachsene“, erzählt Wulfinghoff.

 Wichtig sei es, ihnen dabei zu helfen, ihre oft widersprüchlichen Gefühle einzuordnen und zuzulassen. „Wut gehört genauso dazu wie Verzweiflung“, so die Trauerpädagogin. „Wir zeigen den Kindern, dass ihre Gefühle in Ordnung sind, und wie sie einen Ausdruck dafür finden können, damit die Emotionen herauskommen.“ Das kann natürlich übers Reden funktionieren, aber auch über das Malen, Musizieren oder durch Fröhlichkeit.

Zur Zeit begleiten Maria Wulfinghoff und ihr Team zwölf Kinder und sieben Jugendliche im Alter zwischen fünf und 20 Jahren. sie bleiben etwa ein Jahr bis eineinhalb Jahre in den Gruppen, die sich 14-tägig im Haus der Diakonie in der Wiesenstraße in Soest treffen. Kinder aus dem ganzen Kreis Soest suchen Sommerland auf, das Angebot der Diakonie Ruhr-Hellweg ist einzigartig in der Region. Neben Maria Wulfinghoff arbeiten zwei Minijobberinnen und elf Ehrenamtliche für Sommerland.

Das Angebot der Diakonie Ruhr-Hellweg ist auf Spenden angewiesen, Landesmittel stehen nicht zur Verfügung. Eine Form der Unterstützung ist die Patenschaft, mit der Kindern und ihren Familien die einfühlsame Begleitung durch Sommerland ermöglicht wird. Im kommenden Jahr werden neue Gruppen gebildet. Schon jetzt werden Anmeldungen entgegen genommen. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.diakonie-ruhr-hellweg.de.

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