Wenn sich die Hektik legt

Stimmungsvolle Feier der Lippetaler Werkstätten für Behinderte in Oestinghauser Gemeinschaftshalle

Mit einem kurzen Weihnachtsanspiel wurde der Nachmittag eingeleitet.

Der Posaunenchor sorgte für den ebenso festlichen wie musikalischen Rahmen der Feier in der Oestinghausener Gemeinschaftshalle. Fotos: Thomas Brüggestraße

Lippetal. Sie brachen auf nach Bethlehem, fanden einen bunten Stall voller Licht und Farben, und sie ließen ihrer Freude mit fröhlichen Liedern freien Lauf: Viel Applaus gab es für das kurze Weihnachts-Anspiel von gut einem Dutzend Akteuren der Herzfelder Bördewerkstätten für behinderte Menschen. Danach trat schon wieder der Werkstattchor auf, Julia Römer dirigierte: „So könnte es Weihnachten werden!“.

Das anschließende „O Du fröhliche“ gemeinsam mit dem Posaunenchor um Christof Bartels entließ alle in die schönste Zeit des Jahres: Es will wieder Weihnachten werden, und für den Einstieg in die langen Wochen bis zum Heiligabend gönnten sich alle eine wieder stimmungsvolle Adventsfeier in der Bürgerhalle in Oestinghausen.

„Alle sind dabei: Mitarbeiter der Werkstätten hier in Herzfeld, Helfer und Pädagogen und viele Anghörige – es ist eine schöne Feier für eine große Familie – gedeckt ist für knapp 400 Gäste“, so erläuterte Betriebsleitter Matthias Köhler: „Unsere Beschäftigten lieben diesen Nachmittag ganz besonders, weil die Atmosphäre so schön ist: Kaffee und Kuchen, Kerzenschein, große, bunt geschmückte Weihnachtsbäume, viel Musik – da glänzen die Augen, das kommt gut an.“

„Die Hektik legt sich, und wir haben alle wieder ein Ohr für die alten und eigentlich ganz aktuellen Botschaften dieser Zeit“, so begrüßte Lippetals zweiter Bürgermeister Franz Theo Nübel die große Runde im Saal. Nübels Lob für die Arbeit der Werkstätten: „Für Sie steht immer der Mensch im Vordergrund, und nicht nur das betriebswirtschaftliche Ziel. Gerade diese Wertschätzung und Achtung eines jeden Einzelnen ist es, was Ihre Einrichtung so positiv auszeichnet und dadurch eine familiäre Atmosphäre schafft.“

Vizelandrätin Irmgard Soldat ergänzte: „Ich freue mich, dass die Börde-Werkstätten Menschen mit Behinderungen nicht nur eine Heimat bieten, sondern ihnen vor allem ermöglichen, aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen, sich zu entfalten, die eigenen Stärken unter Beweis zu stellen!“ Pastor Rüdiger Schuch, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung, und Pfarrer Tometten, Superintendent des Kirchenkreises Soest waren ebenfalls unter den Ehrengästen und sprachen Grußworte.

„Stell ein Licht vor die Tür, lass es scheinen für die Welt“, so lud Pfarrer Ralph Frieling ein – er übernahm die biblische Besinnung.

„Die Bördewerkstätten sind groß“,  erzählte Lippetals Betriebsleiter Matthias Köhler, wie es weitergeht mit der Weihnachts-Vorfreude: „Heute, am Samstag, feiern wir hier in Lippetal. Morgen feiern die Klevinghaus-Werkstätten in Soest, nächste Woche ist die Wiechern-Werkstatt in Werl dran, und der Börde-Industrie-Service Werl.“ Und überall stellen sie in Gedanken ein Licht vor die Tür, damit es ein Stückchen heller wird in der Dunkelheit dieser Wochen.

 

Köhler muss los – da hat schon wieder jemand eine Frage. „Unser Chor übrigens“, sagt er zum Abschied, „der Werkstattchor mit Julia Römer, Stefan Lampe, und Christoph Buchholz als Dirigenten, der kommt ganz groß raus: Sie haben alle eingeladen zum Evangelischen Kirchentag im nächsten Jahr. Vor ganz viel Publikum werden sie singen – ganz um die Ecke: in Dortmund...“.

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