Newsletter "So weit"

Liebe Leserinnen und Leser,

der achzigjährige Pfarrer Gilbert Drews nahm am 15. Juli in Geseke Abschied vom Dienst auf der Kanzel. Er hat mir erlaubt, hier seine Worte aufzugreifen:

Obwohl es uns nun gut geht, haben viele unter uns heute dennoch Angst, Angst  um ihr Hab und Gut, Angst vor Hunger und Not, Angst um ihr Leben und Angst um die Zukunft ihrer Kinder. Nicht dass wir wie in biblischer Zeit in einer Wüste lebten, nicht, dass wir kein Brot hätten oder kein Fleisch! Wir haben unser tägliches Brot heute und auch morgen.

So, wie wir es erbitten in jedem Gottesdienst. Wir haben es von Gott, so wie er es uns verheißen hat. Oder nicht?

Unser Land und unsere Staatengemeinschaft beginnen zu zerbrechen, zwar nicht durch die Flüchtlinge und Asylanten, wohl aber durch unsere Angst. Wir murren ohne Wüste, wir murren, ohne Mangel zu haben. Weit sickert Angst in unsere Gesellschaft, in uns ein. Angst, man könnte uns nehmen, was wir uns geschaffen haben. Muss man dem nicht einen Riegel vorschieben? Muss man Grenzen gegen außen dicht machen? Natürlich lassen wir den Einen oder Anderen gerne bei uns rein, wenn wir ihn brauchen können. Ärzte oder Altenpfleger, Ingenieure oder Computerfachleute, Greencard-Kandidaten. Die brauchen wir ja. Allerdings werden gerade die auch in ihrer Heimat gebraucht.  

Anzuwenden wäre das bewährte Mittel aus der Wüste: Vertrauen und Glauben. Der uns bis hierher gebracht  hat, der wird uns auch fernerhin durch die Zeit und durch das Leben begleiten.

Gemeinsames Vertrauen trägt! Danke! 

Ihr
Dieter Tometten

Der Newsletter "So weit" des Evangelischen Kirchenkreises Soest wird monatlich kostenlos verschickt. Die aktuelle und ältere Ausgaben finden Sie hier.

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