02. Februar 2018

Humanitär“, las ich, meint wohltätiges, selbstloses, großherziges Verhalten gegenüber Armen und Hilfsbedürftigen. Völkerrechtlich geht es um den Schutz des Menschen vor existentieller Bedrohung.

So ist Deutschland in seiner wirtschaftlichen und menschlichen Leistungsfähigkeit zu enormer humanitärer Hilfe in der Lage. Sollte man meinen. Aber was da bei uns gegen die Flüchtlinge verabredet wird, die selbst oder deren Familien noch in existentieller Bedrohung sind, ist nicht humanitär. Es ist kaltherzig berechnend, statt selbstlos großherzig. Warum lassen wir uns eine existentielle Bedrohung für Deutschland einreden, wenn Flüchtlingsfamilien eine bessere Zukunft aufbauen? Warum geben wir denen, die mit Bedrohungsszenarien nur ihre Eigenbedeutung zu sichern versuchen, so viel Raum?

 

Weit! Großherzige, selbstlose Weite, die was vom Himmel hat, braucht unser Land, nicht Enge und Abgrenzung. Sie könnte dem weltweiten Wirtschaften, den Reisen, dem Teilhaben an Luft und Wasser gewachsen sein. Da könnten Arme und Hilfsbedürftige Hoffnung schöpfen, statt auf  hoffnungslosen Fluchtwegen und -sackgassen zu verenden.

Dieter Tometten

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